Eigentlich handelt es sich hier ja um ein sehr trauriges Weihnachtslied. Aber das habe ich immer ein wenig ausgeblendet und den Text für mich so interpretiert, dass ich morgen mit dem Zug nach Hause fahre und dann an Heiligabend eben zu Hause bin.

Besonders in meiner Schulzeit in Korneuburg. Ich war ja drei Jahre, von 1988 bis 1991, in Korneuburg im Schülerheim, in einer Schule, die sich SDV nannte (Schule für Datenverarbeitungskaufleute). Im Grunde eine Handelsschule mit ein wenig mehr EDV-Schwerpunkt.

Jedenfalls bin ich da dann halt drei Jahre jede Woche mit dem Zug von der Steiermark nach Korneuburg gependelt. Und wenn es dann auf die Weihnachtsferien zuging, habe ich mir schon die ganze Woche über unter anderem diesen Song angehört – natürlich mit meinem Walkman auf Kassette, wie das halt zu der Zeit war.

Und natürlich auf der Fahrt nach Hause im Zug: Da war dieser Song dann Soundtrack pur. Wobei wir ja immer mehrere Schüler waren, die auch den Weg nach Graz angetreten sind. Meist sind wir in einem 6er-Abteil gesessen, Raucher natürlich. Das kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen, aber ja – damals war vieles anders. Der alte Südbahnhof, Abteile im Zug, Rauchen im Zug.

Am Ende war ich immer froh, wieder zurück in die Steiermark fahren zu können. Auch wenn es nur für ein Wochenende war. Ich mochte weder Korneuburg noch Wien. Ich habe mir immer gedacht, ich möchte wirklich nie in Wien wohnen: zu grau, zu windig, zu groß. Für mich war klar, ich werde später in Graz arbeiten und auch dort wohnen.

Na ja – wie das geklappt hat, sieht man ja jetzt. 8-))