Lea, my true love,

was war das für ein Jahr.
Für mich persönlich war es eine wirklich intensive Achterbahnfahrt. Zu Beginn des Jahres bin ich durch finstere Täler gewandert, doch mit der Zeit begannen Veränderungen langsam, aber sicher zu wirken – und vieles hat sich zum Guten gewandelt, auch wenn ich es nicht immer sofort erkannt habe.

Ich bin gerade meinen Kalender durchgegangen und habe mit Verwunderung festgestellt, dass ich in diesem Jahr so viel unternommen habe wie schon lange nicht mehr. Und das, obwohl ich finanziell im Keller angekommen war. Das finde ich sehr spannend. Es lässt mich jetzt mit großer Dankbarkeit zurückblicken und vieles in einem ganz anderen Licht sehen.

Wenn ich daran denke, wie oft ich auf meiner Couch saß und den Tränen aus Verzweiflung nicht mehr entkommen bin, wird mir bewusst, wie sehr ich auf das Negative fokussiert war – und wie wenig auf all die Magie, die um mich herum stattgefunden hat.

Sicher, es gibt noch viel zu tun für mich. Und ich werde vermutlich auch weiterhin manchmal auf meiner Couch sitzen und weinen. Aber ich glaube, es wird immer seltener werden, weil sich immer mehr bewegt. Ich spüre diese Veränderung förmlich – in die richtige Richtung. Und falls ich doch wieder verzweifelt dort sitze, denke ich an diesen Satz:
“So if ever I can’t see the magic around me, please take my hands off my eyes.”

Und natürlich war die allergrößte Magie in diesem Jahr unser Zusammentreffen – diese große Erkenntnis, diese Erleuchtung. Es gibt die große, wahre Liebe. Es gibt den Seelenpartner. Und du bist es.
Gerade fällt mir wieder ein, wie du damals ganz nebenbei zu mir gesagt hast: „Ah, du bist es also.“
Ja. Ich bin es also.
(Jetzt bin ich kurz wehmütig …)
Aber egal – ich möchte nach vorne schauen und mich auf die Magie fokussieren. “Fuck normal, I want magic.” Das ist mein Motto.

Lea, ich kann noch immer nicht wirklich zum Ausdruck bringen, wie sehr ich dich liebe und wie sehr ich dich gerade vermisse. Seit wir uns im August wieder getroffen haben, fühlt sich diese Zeit jetzt wie die härteste Prüfung an.

Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einem befreundeten Pärchen. Ich habe ihnen die ganze Lea-Geschichte erzählt. Sie meinte, ich solle um dich kämpfen. Aber es fühlt sich für mich nicht so an, als müsste ich kämpfen. Ich glaube, sie hat nicht ganz verstanden, was unsere Liebe bedeutet.

Für mich fühlt es sich gerade nach dem Gegenteil an. Es ist wie die ultimative Prüfung: Glaube und Hoffnung fallen weg. Was bleibt, ist Vertrauen – Vertrauen ins Leben. Ich lasse los. Und was dann kommt, ist richtig.

Der alte Dreck soll im alten Jahr zurückbleiben. Es wird Zeit für Neues!