Lea, meine Liebe zu dir ist bedingungslos. Ich stelle keine Bedingungen. Aber ich darf enttäuscht sein.

Ich wollte mit dir genau über all das reden. Doch dazu hast du mir keine Möglichkeit mehr gegeben. Stattdessen hast du mir mit einem Schlag ins Gesicht mitgeteilt, dass du dich für M entscheidest. Wenn das nicht schmerzen würde, hätte ich keine Gefühle für dich.

Ich wollte reden. Ich habe dich immer wieder um Kommunikation gebeten. Das ist keine Bedingung – das ist das Mindestmaß, um irgendeine Art von Beziehung aufrechtzuerhalten.

Mein Vorschlag wäre gewesen, auf Tauchstation zu gehen, Funkstille zu bewahren, bis du irgendwann bereit bist. Weil es so, wie es war, einfach nicht weiter geht.

Aber Lea, fühl jetzt ehrlich in dich hinein.
Erinnere dich daran, was du gefühlt hast, als wir uns gehalten haben. Diese unglaubliche Energie. Diese Liebe.
So etwas Besonderes habe ich vorher noch nie gefühlt – und du auch nicht.

Heimat.
Du hast es selbst gesagt.
Du hast dich gesehen gefühlt. Unendlich geliebt.
Wir sind verschmolzen.

Und doch gibt dir selbst diese Liebe, diese Kraft, diese Stärke offenbar nicht die Stabilität und Sicherheit, die du brauchst.
Was soll ich da noch tun?

Und ich glaube nicht, dass das in einem Jahr anders sein wird. Du wirst deine Welt nicht ändern. Und für mich wird kein Platz sein. Nicht jetzt. Und auch nicht in Zukunft.

Unsere Liebe kommt anscheinend gegen M nicht an.
Das ist unfassbar traurig – aber leider wahr.